Sushi-Hunger gefährdet Thunfisch
10vor10 vom 06.08.2008
| Die japanische Spezialität Sushi wird in der Schweiz immer beliebter. Doch weil mit den Sushi-Röllchen viel roter Thunfisch verzehrt wird, droht dieser nun auszusterben. |
Anmerkung:
Was können Sie tun?
- Unterstützen Sie den WWF und andere Umweltorganisationen bei Ihrer Arbeit. Es bedarf internationaler Abkommen und vor allem der internationalen Kontrolle über die Einhaltung dieser Abkommen.
- Achten Sie beim Fisch-Einkauf auf seine Umweltverträglichkeit. Verschiedene Lebensmittel-Labels helfen Ihnen dabei oder konsultieren Sie den WWF "Einkaufsratgeber Fisch" mit den Empfehlungen "empfehlenswert", "akzeptabel", "nicht empfehlenswert" und "Hände weg".
Was tut Yoko Sushi?
Thunfisch: Yoko Sushi verzichtet bewusst auf den Kauf des Blauflossenthunfisches und hat statt dessen den phillipinischen Yellow Thuna im Angebot. Leider hat sich in der letzten Zeit die Situation um den Yellow Thuna ebenfalls verschlechtert, wenn auch nicht in dem Ausmass wie beim roten Thunfisch. Eine mögliche Alternative wäre der mit "akzeptabel" deklarierte weisse Thunfisch aus dem Atlantik. Wir werden uns um eine Testeinführung bemühen. Ansonsten gibt es keine angemessene Alternative zum sehr beliebten Thunfisch, der für eine Sushibar faktisch zwingend ist.
Lachs: Yoko Sushi setzt schon seit langem auf schottischen Zuchtlachs mit BIO-Label Knospe. Die schottischen Lachsfarmen sind in sehr gutem Zustand. Leider gibt es auch Lachsfarmen, welche die Umwelt massiv belasten, so wie beispielsweise in Chile.
Kingfish: Der pazifische Schwertfisch ist in Asien einer der beliebtesten Sushifischen und ebenfalls stark überfischt. Yoko Sushi hat seit seiner Zusammenarbeit mit dem Basler Zoo an der Museumsnacht 2008 den Kingfish immer wieder durch den "sehr empfehlenswerten" Süsswasserfisch Zander ersetzt. Zander ist dem Schwertfisch farblich und geschmacklich sehr ähnlich.
Wir freuen uns, dass die Medien die Berichte des WWF zur massiven Überfischung aufgenommen haben und mithelfen die Bevölkerung zu diesem Thema zu sensibilisieren. Es hilft uns in unseren Bemühungen unseren Betrieb umweltverträglicher zu führen, was meist mit Mehrkosten verbunden ist und der Akzeptanz unserer Kundschaft bedarf. Unsere Erfahrung mit dem Zander, anstelle des Kingfish, zeigt uns, dass die Akzeptanz vorhanden ist, sofern wir eine angemessene Alternative anbieten können.


