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16.9.2014 : 13:22
Über Yoko & Sushi
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Omega-3-Fettsäuren

Für den menschlichen Körper sind die langkettigen, mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren lebensnotwendig und müssen über die Nahrung aufgenommen werden, da der Körper keine Omega-3-Fettsäuren bilden kann.

Omega-3-Fettsäuren sind pflanzlichen (Raps- und Nussöl, sowie Leinsamen) oder tierischen ursprungs (Fische, Fischöl...). Große Mengen an Omega-3-Fettsäuren finden sich vor allem in Kaltwasserfischen wie Lachs, Makrele und Hering. Es gibt nur sehr wenige Omega-3-Fettsäuren im Fleisch (es sei denn die Tiere wurden teilweise mit Leinsamen ernährt).

Omega-3-Fettsäuren haben ein breites Wirkspektrum:

  • Sie sind ein wirksames Mittel zur Vorbeugung der Arteriosklerose und ihrer Folgen, insbesondere Herzinfarkt und Schlaganfall.
  • Der Mensch bildet aus Omega-3-Fettsäuren Substanzen, die gegen die Arteriosklerose wirken. Sie hemmen die Blutgerinnung, verhindern somit die Thrombosegefahr, erniedrigen Bluthochdruck, senken die Blutfett-Fraktionen Tryglyceride und Gesamtcholesterin, fördern die Durchblutung und wirken entzündungshemmend.
  • Nach neuesten Erkenntnissen wirken Omega-3-Fettsäuren vielleicht sogar gegen Depressionen.

Bei welchen Problemen können Omega-3-Fettsäuren helfen?

1. Herz-Kreislaufsystem

Hauptanwendungsgebiet für Omega-3-Fettsäuren ist die gezielte Vorbeugung von Herz-Kreislauferkrankungen. Bei regelmäßiger Einnahme können sie die gefährliche Verengung der Blutgefäße verhindern. Studien haben gezeigt, dass die Blutfettwerte durch Omega-3-Fettsäuren normalisiert werden: Das Gesamt-Cholesterin und vor allem auch das "schlechte" LDL-Cholesterin sowie die Triglyzeride werden deutlich gesenkt. Das "gute" HDL-Cholesterin dagegen wird angehoben. Patienten, die schon andere gerinnungshemmende Medikamente einnehmen, sollten aber zur Sicherheit vor der zusätzlichen Anwendung von Omega-3-Fettsäuren ihren Arzt befragen.

2. Entzündliche Erkrankungen

Wissenschaftlich erwiesen ist ebenso, dass Omega-3-Fettsäuren die Bildung von körpereigenen, entzündungsfördernden Stoffen verringern. Zwar tritt die entzündungshemmende Wirkung der Omega-3-Fettsäuren erst allmählich ein, da sie sich nur langsam im Körpergewebe anreichern. Dafür wirken sie aber meist nachhaltiger als chemische Arzneimittel und sind meist auch besser verträglich. Experten empfehlen Omega-3-Fettsäuren daher als ideale Ergänzung zu herkömmlichen Therapien entzündlicher Erkrankungen, wie bspw. Schuppenflechte und Neurodermitis. Omega-3-Fettsäuren können auch bei der Behandlung chronisch entzündlicher Darmerkrankungen (z.B. Colitis ulcerosa) helfen. Bei vielen dieser Patienten gingen Koliken, Bauch- und Unterleibsschmerzen sowie Durchfälle deutlich zurück. Ähnlich gut sind die Erfolge bei Rheuma und Arthritis.

3. Depressionen

Viel Fisch in der Ernährung stabilisiert auch die Seele. Eine finnische Studie mit rund 3200 Teilnehmern hat ergeben, dass Fisch möglicherweise vor Depressionen schützen kann. Wer viel und regelmäßig Fisch isst, leidet seltener an Depressionen. Studienteilnehmer, die Meeres- oder Süßwasserfische seltener als einmal die Woche zu sich nahmen, hatten ein um 31 % höheres Erkrankungsrisiko im Vergleich zu denen, die häufiger Fisch verzehrten. Nach Auffassung der Wissenschaftler könnten Omega-3-Fettsäuren für die Unterschiede verantwortlich sein, indem sie ähnlich wie einige Antidepressiva in den Gehirnstoffwechsel eingreifen. Ein niedriger Omega-3-Fettsäuren-Spiegel führt zu Serotoninmangel, was depressive Störungen hervorrufen kann. Auch eine Untersuchung, die am McLean Hospital der Harvard-Universität durchgeführt wurde, deutet auf eine stimmungsaufhellende Wirkung von Omega-3-Fettsäuren hin. Manisch depressive Patienten erhielten vier Monate entweder Fischöl- oder Olivenölkapseln. Nur das Fischöl konnte Symptome der Erkranung mildern. Die Untersuchung stützt sich auf die Daten von nur 30 Patienten. Bis jetzt also kein Ersatz für Antidepressiva, vielleicht aber eine Ergänzung auf natürlicher Basis. Ein Vorteil ist sicherlich, daß Fischöl auch einen schützenden Effekt bezüglich Herzinfarkten und Schlaganfällen haben kann. Dies ist besonders interessant, da neuere Untersuchungen eine erhöhte Herzinfarktsterblichkeit bei Depressiven nachweisen. Also falls es doch nicht gegen die Depression hilft, so gilt hier ähnlich wie beim Sport, dass es zumindest hilft den Komplikationen der Depression vorzubeugen.

4. Zentrales Nervensystem

Eine frühzeitige, ausreichend hohe Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren während der Schwangerschaft und danach kann sowohl das Sehvermögen als auch die spätere Intelligenz der Kinder fördern. Im übrigen fördern Omega-3-Fettsäuren auch beim Erwachsenen die Hirnleistung, weil sie die allgemeine Durchblutung verbessern und so dem Gehirn mehr Sauerstoff zugeführt wird. Die Bedeutung der Omega-3-Fettsäuren für das Zentralnervensystem zeigt sich schließlich auch daran, dass Patienten mit Morbus Alzheimer oft ein deutliches Defizit aufweisen. Eine ausreichende Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren kann durch vermehrten Verzehr von Fisch (v.a. fette Kaltwasserfische) oder durch Supplementierung erfolgen.

Gehalt von Omega-3-Fettsäuren in Fischen und Schalentieren (in Prozent)

Lachs, Atlantik, Zuchttier, zubereitet, trockene Hitze

1.8%

Sardelle, Europa, in Ölkonserve, abgetropft

1.7%

Sardine, Pazifik, in Tomatensoße konserviert, abgetropft mit Gräten

1.4%

Hering, Atlantik, gesalzen

1.2%

Makrele, Atlantik, zubereitet, trockene Hitze

1.0%

Schwertfisch, zubereitet, trockene Hitze

0.7%

Thunfisch, weiß, konserviert mit Wasser, Gräten, abgetropft

0.7%

Seelachs, Atlantik, zubereitet, trockene Hitze

0.5%

Plattfische (Flunder und Seezunge), zubereitet, trockene Hitze

0.4%

Heilbutt, Atlantik et Pazifik, zubereitet, trockene Hitze

0.4%

Schellfisch, zubereitet, trockene Hitze

0.2%

Dorsch, Atlantik, zubereitet, trockene Hitze

0.1%

Miesmuschel, zubereitet, dampfgegart

0.7%

Auster, orientalisch, wild, zubereitet, trockene Hitze

0.5%

Jakobsmuschel, unterschiedliche Arten, zubereitet, trockene Hitze

0.3%

Venusmuschel und Teppichmuschel, unterschiedliche Arten, zubereitet, dampfgegart

0.2%

Garnele, unterschiedlich Arten, zubereitet, dampfgegart

0.3%

Ref : USDA Nutrient Database for Standard Reference